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Los geht's

Studienreise nach Thessaloniki im Mai 2015

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Ich war noch nie dort.
Viele andere schon, als Tourist/-innen.
Sie schwärmen von Sonne und Meer,
vom Licht und gutem Essen.

Griechenland ist in aller Munde.
Die Medien sind voller Berichte.
Über Schulden und Versäumnisse.

Wir wollten uns einen eigenen Eindruck verschaffen.
Die Finanzkrise sollte ein persönliches Gesicht bekommen.

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Es riecht nach Urlaub.
Grandios, ich stehe am  Mittelmeer.
Und folge der Lichterzeile am Strand mit den Augen.

Zugleich ist da dieses Gefühl.
Was verbirgt sich hinter der glitzernden Fassade?
Was erzählen uns ab morgen die Menschen?

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Sie stach mir ins Auge.
Ich schlenderte durch die Straßen.
Suchte die Stimmung aufzunehmen.
Präzise und gründlich kehrt sie die Straße.
Mit jeder Faser drückt sie aus:
 Eigentlich ist das nicht „meine“ Arbeit.
Aber meine Würde lasse ich mir nicht nehmen.

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"Wir sind nicht faul."
Den Satz hören wir oft.
Und:
Der Kaffee zwischendurch ist Teil unserer Kultur.
Bedeutet Gemeinschaft, Austausch, Diskussion.
"Ich kann ihn mir nur noch einmal im Monat mit meinen Freundinnen leisten."
Viel Trauer lag in der Stimme unserer Gesprächspartnerin.

Freie Fahrt für freie Bürger.
Daran darf nicht gerüttelt werden.
Es gibt Dinge, wo viele Deutsche empfindlich reagieren.

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"Wir arbeiten genauso hart wie ihr in Deutschland.
Erzählt uns nicht, wir wären faul."

"Wir helfen uns untereinander, wo wir nur können.
Krebskranke teilen sogar ihre Medikamente."

"Wir Jungen engagieren uns in der Politik.
Wir hoffen auf eine Wende im Land."

"Wir haben Fehler gemacht..
Und es muss sich viel ändern."

Von Feindseligkeit keine Spur.
Aber emotional wird es schnell.
Immer dann, wenn die Würde bedroht scheint.


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Ein prägnantes Beispiel.
Nur eins von vielen:

Benzin ist teurer als in Deutschland.
Also muss ich auf mein Auto verzichten und Bus fahren.

Aber die Busse in Athen sind zu einem großen Teil nicht mehr einsatzbereit.
Weil Geld für Ersatzteile fehlt.
So wird der Fahrplan weiter und weiter ausgedünnt.

Die Folgen:
Die Einnahmen fehlen für Ersatzteile.
Und die Menschen kommen erst recht nicht mehr von A nach B.

Und so weiter und so fort.

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Wir fragen Matthias Hoffmann nach seiner Einschätzung der Lage.

Er sagt genau das gleiche, wie alle anderen.
Es fehlt an Geld für Investitionen.
Griechenland hat keinen guten Ruf bei Investoren.

Zurück in Osnabrück frage ich bei den Arbeitgebern nach.
Ihre Antwort:
"Griechenland? Kein Thema für uns."

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Es war lange nicht klar, ob es zu diesem Treffen kommt.
Syriza hat viel zu tun.

Mich beeindruckt das Engagement und die Ernsthaftigkeit.
"Wir brauchen fünf Jahre, mindestens."

Den Umbau einer verkrusteten Bürokratie erfordert einen langen Atem.
In Deutschland wäre das nicht anders, oder?

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Der Besuch von Vio.Me. ist für  mich der Höhepunkt der Reise.

Wie in einem Brennglas liegt alles offen vor Augen.

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Unser Hauptgesprächspartner.
Beeindruckend in seiner Ausstrahlung.
Überzeugt von der Sache.
Ungebrochen trotz vieler Rückschläge.

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Das Bild ist etwas unscharf.
Ich war so sehr überrascht, dass ich nur noch schnell auf den Auslöser drückte.
 
Eine Bohrmaschine als Mixer,
mit Kabelbindern an einen Pfosten befestigt.

Hier entstehen die Rezepturen für die ökologischen Reinigungsmittel von Vio.Me.

Unglaublich.

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In einer riesigen Halle sitzen zwei Männer.
Sie verpacken Seife.
Mit der Hand, stundenlang.
Erst das Papier drum.
Dann die verschiedensprachigen Aufkleber.
Schließlich eine Kordel, damit alles hält.

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WIR werden!
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Die Mitarbeitenden von Vio.Me. verdienen nicht viel.
Und alle erhalten den gleichen Lohn.

Es sind selbstbewußte Menschen.
Sie kämpfen.
"Nichtstun ist noch viel schlimmer."

Es ist der aufrechte Gang, der beeindruckt.
Und der klare Blick.

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Deutschsprachige Website
http://www.viome.org/p/deutsch.html

Vio.Me: Self-Organization in Greece
(Film, mit englischen Untertiteln)
https://vimeo.com/67236882 

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Die biblisch Tradition weist immer wieder auf die Notwendigkeit eines Insolvenzrechts hin.
Niemand soll für immer und ewig verschuldet und damit versklavt werden.
So wurde im Namen Gottes verkündet.
   
Es geht also nicht um Gnade.
Es geht um Recht.
Dafür braucht es eine internationale Insolvenzordnung.
In der selbstverständlich – wie im „alten“ Israel oder heute in Deutschland – die  Schuldner/_innen mitwirken.
Aber niemand soll offen oder verdeckt versklavt werden.
Und von „Gnade“ abhängig sein.

Ein Recht auf Freiheit von Schulden.
Das gibt Menschen die Würde zurück.

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1. Erzählt zuhause, was ihr hier gesehen und gehört habt.

2. Kommt her, macht hier bei uns Urlaub. Und dann redet mit uns. Auf Augenhöhe.

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Radiobeitrag zur Griechenlandkrise anläßlich meines Vortrags zur Reise in Osnabrück

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