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25 Jahre Hilfe für Kinder in Tschernobyl

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Entstanden ist die Hilfe für die Kinder in Tschernobyl durch eine Privatinitiative eines Ehepaares aus Neuenkirchen im Jahre 1990. Innerhalb kürzester Zeit fand sie breite Unterstützung durch die Gremien der hannoverschen Landeskirche und vor allem durch zahlreiche ehrenamtlich tätige Menschen in den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen.

Aus der zunächst singulären Ferienaktion im Jahre 1991 wurde ein fester Bestandteil kirchlicher Arbeit.

Seither sind mehr als 25.000 Kinder aus der von der Reaktorkatastrophe besonders betroffenen Gomel-Region zur Erholung nach Niedersachsen gereist.

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Renate Paul ist Vorsitzende der landeskirchlichen Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“.

Von Anfang an arbeit sie mit im ehrenamtlichen Team der Initiative und spricht von der wichtigen Erfahrung die Ausmaße dieser Reaktor-Katastrophe hautnah erlebt zu haben...

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Die Arbeitsgemeinschaft lebt von dem beeindruckenden Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher. Angefangen von den vielen hundert Gasteltern, über die Konvoifahrer(innen) und die Mitorganisator(inn)en und Koordinator(inn)en in den Kirchenkreisen, bis hin zu den Delegierten in der Mitgliederversammlung und den Mitgliedern des Vorstands.

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Von Anfang an war es ein beliebter und gepflegter Brauch, die Ankunft des jährlich ersten Fluges mit weißrussischen Kindern auf dem Flughafen Hannover besonders zu begehen.

Jeweils ein Vertreter der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Botschaft der Republik Belarus nehmen die ankommenden Kinder in Empfang.

Hier begrüßen im Jahr 2000 die damalige Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann und ein Vertreter der weißrussischen Botschaft.

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Gestern und vorgestern

Bischof Horst Hirschler und Bischöfin Margot Käßmann mit Gastkindern

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Landesbischof Ralf Meister blickt dankbar auf das Engagement der zahlreichen Helferinnen und Helfer.
 
Ganz besonders auf den herzlichen Einsatz der Gasteltern, die Jahr für Jahr Kinder zu sich einladen.

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Marina und Heinrich Felker haben in acht Jahren Gastelternschaft ganz unterschiedliche Kinder zu sich in die Familie genommen.

Und dabei gab es immer wieder Überraschungen und auch sehr bewegende Momente, wenn es ihnen gelungen ist, die Wünsche aus den Augen der Mädchen und Jungen herauszulesen...

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Marina und Alexander Hofmann haben selbst zwei Söhne und nehmen in diesem Jahr zum ersten Mal zwei Jungen zu sich in die Familie auf.

Die Vorfreude ist groß – zusammen mit dem Wunsch den Kindern eine unvergessliche Zeit in Deutschland zu schenken.

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Damit sich die Gastfamilien so gut wie möglich auf die Zeit mit den Kindern aus Tschernobyl vorbereiten können, finden einige Wochen vor der Ankunft in den Kirchenkreisen Infoveranstaltungen statt.

Wilhelm Reessing, ehrenamtlicher Koordinator im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz, organisiert das Zusammenkommen und klärt die Eltern über Wesentliches und Wissenswertes auf.

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Kräuter, frisches Obst und Gemüse aus dem Garten. In vielen Familien wird beim Besuch der Kinder darauf geachtet, dass das Essen auf dem Tisch nicht nur wohlschmeckend, sondern auch gesund und vitaminreich ist.

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Wald, Wiesen, Wasser — die Natur ist ein wichtiger und beliebter Besuchsort der Kinder. Hier erholt und regeneriert sich der Körper von der durch radioaktive Strahlen belasteten Umgebung ihrer Heimat.

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Zu denen, die zunächst als Kinder gekommen sind und nun als Betreuer mithelfen, gehört Uljana Motorina (20). Sie und viele andere sprechen von der Herzenswärme, die sie in ihren Gastfamilien erfahren haben.

„Als Kind wollte ich nicht nach Hause“, erinnert sich die Studentin und lacht: „Deutschland ist meine zweite Heimat geworden.“ Nun hilft sie auf dem „Heidenhof“ bei Soltau, organisiert Geländespiele, startet Bobby-Car-Rennen, sorgt für die wuselige Normalität, die sich Kinder in einem Ferienlager wünschen.

Und sie will dabei bleiben, freut sich auf weitere Begegnungen: „Das ist doch längst ein Teil meines Lebens.“

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Lars-Torsten Nolte ist Diplom-Sozialwirt und
Referent im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch- lutherischen Landeskirche Hannovers in den Arbeitsfeldern „Kirche in Europa“, „Migration und Integration“ und „Tschernobyl-Hilfe“.

Seit 1997 ist er Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

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Die Koordinierung der jährlichen Besuche ist eine besondere Herausforderung. Viele Ebenen müssen dabei zusammengebracht werden, damit es am Ende gelingen kann, dass die Kinder aus Weißrussland wohlbehalten in die Familien kommen.

Für Lars-Torsten Nolte sind letztendlich die Begeisterung bei der Ankunft und die emotionalen Momente bei der Verabschiedung der schönste Lohn für alle Anstrengungen und Hindernisse im Vorfeld.

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Auf die Frage, ob Sie Kinder habe, antwortet Darya Balotnikava: „Ich habe 600 Kinder, die in diesem Jahr nach Deutschland kommen“ und lächelt. Die 26-Jährige ist seit Januar 2016 Direktorin des Fonds „Gesundheit der Kinder“ in Gomel in Weißrussland und organisiert die Tschernobyl-Kinderhilfe von dort aus mit.

Sie hat die Aufgabe, die Kinder und ihre Familien in Weißrussland auf die zumeist erste Flugreise ihres Lebens nach Deutschland vorzubereiten, und dafür zu sorgen, dass Pass, Visum und zahlreiche Bescheinigungen (Beispielsweise zu Gesundheit, Schule, Eltern) sowie die Zustimmung von Bildungs- und Gesundheitsministerium für jedes einzelne Kind vorliegen.

„Unsere Aktion hat einen guten Ruf, auch weil wir die größten sind“ sagt die Germanistin in fast akzentfreiem Deutsch mit Stolz.

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Immer wieder sind Entwicklungen zu verspüren, die Sorge und Trauer bewirken.

Schwerkranke Kinder und unheilbare Krebserkrankungen, die auch in den eigenen Reihen zum Tod führen.

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„Gemeinsam mit vielen Menschen in Belarus trauern wir um Natascha Schascholko. Unsere liebe Freundin und beste Mitarbeiterin der landeskirchlichen Tschernobyl-Aktion ist gestern an den Folgen ihrer Krebserkrankung verstorben. Wir haben diese Nachricht mit großer Bestürzung und Betroffenheit gehört und können es kaum glauben. Unsere Gedanken und unsere Gebete begleiten ihre Kinder und ihren Mann, ihre Eltern und Schwiegereltern sowie alle, die um sie trauern. Natascha Schascholko arbeitete seit 2005 bei unserer weißrussischen Partnerorganisation, dem `Fond Gesundheit der Kinder` in Gomel, seit 2011 als Direktorin des Fonds. Mit ihrer offenen und stets hilfsbereiten Art, engagiert und kompetent, zupackend und pragmatisch, prägte und lebte sie diese Arbeit auf eindrucksvolle Weise. Ihre Arbeit war für viele Menschen in Deutschland und Belarus ein wahrer Segen. Sie hat dieser Arbeit ein Gesicht gegeben. Die landeskirchliche Tschernobyl-Hilfe und die Aktiven in den Kirchenkreisen haben ihr sehr viel zu verdanken. Wir haben einen wunderbaren Menschen verloren.“

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Im Rahmen der medizinischen Hilfe wird auch die Kinderonkologie in Gomel unterstützt.

Inzwischen konnten für über 1,5 Millionen Euro Medikamente und medizinische Hilfsgüter an Krankenhäuser im Oblast Gomel gespendet werden. Darüber hinaus bringen auch die Kirchenkreise mit ihren Hilfstransporten medizinische Hilfsgüter in die Region, ebenso wie Pakete für die Familien der Kinder, die in Deutschland waren, oder Hilfsgüter für Einrichtungen in Gomel (Kindergärten, Schulen, Heime).

In den vergangenen Jahren sind auf diese Weise ca. 1.500 Tonnen humanitäre Hilfe in den Oblast Gomel gebracht worden.

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Prof. Dr. Heyo Eckel, langjähriger Präsident der niedersächsischen Ärztekammer und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung des Landes Niedersachsen „Kinder von Tschernobyl“, ist ein Urgestein der medizinischen Hilfe für die Tschernobyl-Region.

Er würdigt die Leistung der weißrussischen Ärzte und die Bereitschaft zum Austausch mit den deutschen Kollegen.

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Aus Spendenmitteln leistet die landeskirchliche Arbeitsgemeinschaft medizinische Hilfe in der Region Gomel.

So auch bei der hier dargestellten Wiederinbetriebnahme eines Computertomographen im Gebietskrankenhaus Gomel Anfang der 2000er Jahre.

Pastor Erhard Kreissl überzeugt sich von der Funktionsfähigkeit des Geräts.

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Immer wieder ist erkennbar, wie positiv die Mädchen und Jungen in den Wochen in Deutschland auftanken.

Sie stärken sich in doppelter Weise: das Immunsystem kann sich regenerieren und auch die Seele blüht auf.

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Darya Balotnikava, die Direktorin des Fonds „Gesundheit der Kinder“ in Gomel beschreibt die Schwierigkeit, die Gefahren der Folgen und weiteren Auswirkungen der Reaktor-Katastrophe präsent zu halten.

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Neben den bereits bekannten Krebsarten als Folge der Nuklearbelastung ist mittlerweile auch erkennbar, dass andere Krebsarten auf die Tschernobyl-Katastrophe zurückzuführen sind.

Prof. Dr. Eckel sieht zudem ein besonders großes Problem in der starken Zunahme an Frühgeburten.

Was ist dagegen zu tun? Intensive Erholung in einer strahlenfreien Umgebung.

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Auch 30 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl sind die gesundheitlichen Folgen drastisch und das tatsächliche Ausmaß in kommender Zeit nicht absehbar.

Darum möchten wir unsere Hilfe weiter fortsetzen und hoffen, dass sich auch in Zukunft viele Gastfamilien finden, die weißrussische Kinder zur Erholung aufnehmen.

Diese Familien sind das Herz unserer Initiative.

WIR SAGEN DANKE

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